Presseinformationen der Stadt Gelsenkirchen
 
22.04.2026
Planänderung um Hunderte Arbeitsplätze schaffen zu können
Ausschüsse empfehlen dem Rat der Stadt zuzustimmen
GE. Der Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss sowie der Ausschuss für Wirtschaft und Innovation haben dem Rat der Stadt empfohlen, einer Änderung des Durchführungsvertrages zur Ansiedlung der Firma Winit Germany GmbH im MLP Business Park Schalke im Gewerbegebiet Berliner Brücke zuzustimmen. Dies ist das Ergebnis einer gemeinsamen Sitzung der beiden Ausschüsse am Mittwoch, 22. April. Der Rat der Stadt wird sich im Mai mit dem Thema befassen.
Hintergrund ist, dass der zwischen der MLP-Group, einem führenden Entwickler von Gewerbeparks, und der Stadt Gelsenkirchen geschlossene Durchführungsvertrag vorsieht, einen überwiegend durch Logistik geprägten Gewerbepark auszuschließen. Die Flächen für Logistik sind daher auf 20.000 Quadratmeter zu begrenzen. Wenn davon abgewichen werden soll, muss der Rat der Stadt zustimmen.
Darüber hinaus ist MLP bis einschließlich 30. Juni verpflichtet, die Hallen 1 bis 3 an mindestens zwei Mieter zu vermieten. Eine Vermietung durch MLP an nur einen Mieter ist in Abstimmung mit der Stadt aber ausnahmsweise zulässig. Allerdings nur, wenn MLP nachweist, dass der Mieter mindestens einen sozialversicherungspflichtigen Vollzeit-Arbeitsplatz pro 300 Quadratmetern Gebäudegrundfläche schafft.
Winit hat schriftlich erklärt nach einer Anfangsphase mit zunächst rund 75 Arbeitsplätzen ab Oktober mindestens 250 bis 300 Arbeitsplätze schaffen zu wollen. Damit wäre die Vorgabe von einem anzubietenden Arbeitsplatz pro 300 Quadratmetern bei rund 36.000 Quadratmetern Grundfläche der drei Hallen erfüllt.
Gemäß Mietvertrag möchte Winit die angemieteten Hallen für einen Online-Versandhandel als Warenverteilzentrum nutzen. Als Lagerfläche für Batteriespeicher sind dabei 20.000 Quadratmeter vorgesehen.
Der Mietvertrag zwischen MLP und Winit sieht zudem vor, auch die Hallen 4 und 5 ab März des Jahres 2027 anmieten zu können. Bis zu 500 Arbeitsplätze könnten dann entstehen. Dies könnte aber auch die bislang nicht gewünschte Entwicklung zu einem Logistikstandort ermöglichen.
Aber man hat sowohl im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss als auch im Ausschuss für Wirtschaft und Innovation gute Gründe gesehen, der Änderung des Durchführungsvertrages zuzustimmen. So weiche die zu erwartende Beschäftigungsstruktur von der eines klassischen Logistikers ab. Zwar entfielen rund 70 Prozent der Arbeitsplätze voraussichtlich auf Tätigkeiten zum Beispiel als Lagerarbeiter und Gabelstaplerfahrer. Doch es würden auch Fachkräfte etwa für die Datenanalyse oder Automatisierungstechnik sowie Anlageningenieure und -ingenieurinnen benötigt. Die Wirtschafsförderung der Stadt sieht gerade den Mix aus gewerblichen, lagerlogistischen, technischen und Verwaltungstätigkeiten positiv und Einstiegsmöglichkeiten für unterschiedliche Qualifikationen. Auch entsprechende Ausbildungsplätze seien zu erwarten.
Positiv bewertet wird außerdem, dass Winit rund elf Millionen Euro in den Standort investieren werde und bereit ist, sich für mindestens zehn Jahre an den Standort zu binden. Winit sehe Europa als einen der wichtigsten Wachstumsmärkte. Insgesamt betont die städtische Wirtschaftsförderung nicht nur die Effekte für den Wirtschaftsstandort Gelsenkirchen insgesamt, sondern auch für den Stadtteil Schalke-Nord. Um die positiven Entwicklungen zu ermöglichen, müsste der Durchführungsvertrag entsprechend geändert werden. Art und Umfang der Änderungen müssten im weiteren Verlauf noch beraten und abgestimmt werden.
22.04.2026
Förderung für Kunstrasengroßspielfeld in der Löchterheide zugesagt
Modernisierung ist eine gute Investition in eine zukunftsfähige Sportinfrastruktur
GE. Die Stadt Gelsenkirchen erhält eine Förderung von 900.000 Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ für die Umwandlung des Fußball Naturrasenspielfeld in ein Kunstrasengroßspielfeld sowie für die dazugehörigen Modernisierung auf der Sportanlage Löchterheide. Diese gute Nachricht erhielt Oberbürgermeisterin Andrea Henze heute aus Berlin. Der Bund beteiligt sich mit bis zu 45 Prozent an den Gesamtausgaben. Der der Eigenanteil der Stadt Gelsenkirchen beträgt 55 Prozent und damit 1,1 Millionen Euro.
Oberbürgermeisterin Andrea Henze: „Nicht zuletzt mit der Zustimmung zur Olympiabewerbung haben die Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener gezeigt, dass Sport in unserer Stadt eine herausragende Rolle einnimmt. Daher freue ich mich besonders, dass durch die zugesagten Fördermittel wir auf der Sportanlage Löchterheide eine zukunftsfähige Sportinfrastruktur sichern und verbessern können. Das ist eine gute Nachricht für den Sport in Gelsenkirchen.“
Der geplante Umbau der Sportanlage soll als eine große Modernisierung durchgeführt werden. Bei dieser Gelegenheit wird das bestehende Naturrasenspielfeld durch einen hochwertigen Kunststoffrasen ersetzt. Gleichzeitig wird die bestehende Tennenlaufbahn durch eine moderne Tartanbahn ersetzt. Zudem werden neue LED-Flutlichtmasten installiert, Ballfangzäune errichtet, die Wegeflächen mit Pflastersteinen neu befestigt und die Drainage für Spielfeld und Wege vollständig erneuert. Abschließend werden noch die Stehstufen im Bereich der Haupttribüne saniert.
Die geplante Modernisierung der Sportanlage leistet einen wichtigen Beitrag zur sozialen Integration und Gesundheitsförderung im Stadtteil. Sport bietet eine der wirksamsten Möglichkeiten, Begegnung, gegenseitigen Respekt und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern, unabhängig von Herkunft, Sprache oder sozialem Status. Moderne und attraktive Sportstätten schaffen einfache Zugänge für alle Personen und fördern damit die Integration insbesondere von Kindern und Jugendlichen in bestehende Vereins- und Freizeitstrukturen.
Auf der Sportanlage Löchterheide hat der Verein SSV Buer 07/28 e. V. seinen Sitz und zählt derzeit 750 Mitglieder. Der Verein hat einen hohen Mitgliederzulauf und wächst stetig weiter und ist im Stadtteil stark vernetzt. Der SSV Buer 07/28 e. V. bietet hauptsächlich Junioren Fußball, Senioren Fußball, Altherren Fußball, Walking Fußball und Inklusions- sowie Integrationsfußball an. Der Verein organisiert aber auch eigenständig andere Sportarten wie Tennis, E-Sport, Fox und Freestyle-Tanzen sowie soziale Aktivitäten wie Laufgruppen, Stammtische oder allgemeine Austauschrunden.Der Verein übernimmt seit vielen Jahren eine wichtige gesellschaftliche Rolle im Stadtteil. Er engagiert sich verlässlich in sozialen, integrativen und kommunalen Projekten.
22.04.2026
Befragung zur Perspektive der Gelsenkirchener Innenstadt startet
Online-Befragung hat begonnen
GE. Wie könnte sich die Innenstadt Gelsenkirchens – vom Hauptbahnhof über die Bahnhofstraße bis zum Hans-Sachs-Haus und den angrenzenden Bereichen – in den kommenden Jahren entwickeln? Zu diesen Fragen möchte die Stadt gemeinsam mit den Menschen, die in der Innenstadt leben, arbeiten oder einkaufen, Ideen entwickeln und einen Veränderungsprozess anstoßen.
Erster und zentraler Baustein ist dabei eine öffentliche Online-Befragung, die nun gestartet ist.
Ziel der Befragung ist es, die Stärken und Schwächen der Innenstadt klar zu benennen sowie Chancen und Potentiale zu identifizieren. Daraus sollen im nächsten Schritt ganz konkrete Empfehlungen für Politik und Verwaltung entstehen.
Im Mittelpunkt stehen Fragen zur Aufenthaltsqualität, zu Aspekten wie Wohnen, Gastronomie oder Kultur, zu Veranstaltungen sowie zu Themen wie Sicherheit, Sauberkeit und Klimaanpassung.
Alle Bürgerinnen und Bürger, Besucherinnen und Besucher sowie Akteurinnen und Akteure, die Berührungspunkte mit der Gelsenkirchener Innenstadt haben, sind eingeladen, sich an der Befragung zu beteiligen. Die Teilnahme dauert etwa zehn Minuten und erfolgt ausschließlich anonym.
Link zur Teilnahme: mitmachen.gelsenkirchen.de/transformation-innenstadt
22.04.2026
Kommunale Kulturpolitik aus der „Kraft der Gegenwart“
Vortrag zu Entscheidungsprozessen in den Industriestädten Gelsenkirchen und Wolfsburg
GE. Das Institut für Stadtgeschichte lädt herzlich am Mittwoch, 29. April 2026, 18 Uhr zu einem Vortrag mit Buchvorstellung von Dr. Fabian Köster, Gelsenkirchen, in die Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“, Cranger Straße 323, 45891 Gelsenkirchen ein.
Gelsenkirchen und Wolfsburg waren besondere „Wirtschaftswunder“-Städte. In der Nachkriegszeit versuchten beide Industriestädte sich kulturpolitisch zu emanzipieren: von der eigenen NS-Vergangenheit, von den traditionsreicheren Nachbarstädten und von der Macht der lokalen Unternehmen.
Die durchaus experimentierfreudigen kulturpolitischen Suchbewegungen im kommunalen Raum offenbaren im bundesrepublikanischen Kontext einen doppelten Vorsprung: Sowohl im Bereich der kulturpolitischen Programmatik als auch bei der Zuwendung zur kontrovers diskutierten zeitgenössischen Kunst waren beide Industriestädte ihrer Zeit voraus.
Fabian Köster berichtet auf Grundlage seiner kürzlich erschienenen Publikation über die Bedeutung kommunaler Kulturpolitik in der konfliktgeladenen demokratischen Findungsphase nach 1945.
Der Eintritt ist frei.
22.04.2026
Wochenprogramm Kommunales Kino ab 26. April
„Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ und „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“
GE. Im April widmet sich das Kommunale Kino (Koki) in seiner Hauptreihe „Neuer Deutscher Film“ aktuellen einheimischen Produktionen. Am Sonntag, 26. April, und am Montag, 27. April, zeigt das Koki die Literaturverfilmung „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ von Simon Verhoeven, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Joachim Meyerhoff. Am Dienstag, 27. April, beschließt die Tragikomödie „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ von Nicolas Steiner die monatliche Hauptreihe. Die Vorstellungen beginnen am Sonntag bereits um 12:30 Uhr, am Montag und Dienstag um 17:45 und 20:15 Uhr.
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Mit 20 wird Joachim (Bruno Alexander) unerwartet an der renommierten Münchener Schauspielschule angenommen und zieht kurzerhand zu seinen Großeltern Inge (Senta Berger) und Hermann (Michael Wittenborn). Zwischen den skurrilen Herausforderungen der Schauspielschule und den exzentrischen, meist alkoholisierten Ritualen der Großeltern versucht Joachim, seinen Platz in der Welt zu finden – ohne zu wissen, welche Rolle er darin eigentlich spielt. – FSK ab 6 Jahren.Sie glauben an Engel, Herr Drowak?
Die optimistische, lebensfrohe Studentin Lena (Luna Wedler), eingeschrieben für Germanistik und Puppenspiel, übernimmt im Zuge eines Sozialprojekts des „Amt für Ruhe und Ordnung“ einen Job als Schreibtherapeutin. Sie gerät an Hugo Drowak (Karl Markovics), einem einsamen, alten Misanthropen und Alkoholiker, der wenig zugänglich scheint. Doch Lena lässt sich nicht abschrecken. Ihr temperamentvoller Ehrgeiz weckt völlig unerwartet Hugos literarisches Talent. Lena ist verzaubert von seiner Poesie über Liebe und Magie. Doch je tiefer Hugo in persönliche Erinnerungen eintaucht, umso stärker erwachen verdrängte Dämonen. Beherzt versucht Lena, Hugo vor sich selbst zu schützen und ihm dabei zu helfen, wieder an das Gute im Leben zu glauben. – FSK ab 6 Jahren.
Die Vorstellungen finden in der Schauburg, Horster Straße 6 statt. Der Eintritt kostet 6 Euro für eine Vorstellung bzw. 54 Euro für die 10-er Karte. Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie Inhaberinnen und Inhaber des GE-Passes erhalten Ermäßigungen.
Weitere Informationen zum Kommunalen Kino in Gelsenkirchen unter www.gelsenkirchen.de/koki
22.04.2026
Ferdinandstraße ab Donnerstag voll gesperrt
Verlegung einer Fernwärmeleitung
GE. Ab Donnerstag, 23. April 2026, wird im Auftrag der Iqony Fernwärme GmbH in der Ferdinandstraße eine Fernwärmeleitung verlegt. Hierfür wird der Abschnitt die Ferdinandstraße in Höhe des Einmündungsbereiches der Straße Ahlmannshof für die Dauer von rund einen Monat voll gesperrt.
Das Referat Verkehr der Stadt Gelsenkirchen bittet um erhöhte Aufmerksamkeit und Verständnis.
22.04.2026
Blitzer am Donnerstag
Radarwagen stehen an folgenden Stellen
GE. Die Stadt Gelsenkirchen veröffentlicht regelmäßig ihre Messstellen, an denen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden. Am Donnerstag, 23. April 2026, stehen die Radarwagen an folgenden Straßen: Tannenbergstraße, Horster Straße, Dessauerstraße, Zur Lohmühle, Markenstraße und Ewaldstraße.
Darüber hinaus kann es auch an anderen Stellen im Stadtgebiet zu Geschwindigkeitskontrollen kommen.